
Ein Fass Rohöl kostet 2003 30 Dollar - mittlerweile sind es unglaubliche 145 Dollar. John D. Rockefeller ist mein seinen Spekulationsgeschäften auf dem Rohstoffmarkt einer der reichsten Männer der Welt geworden. Selbst George Soros - ein “self made” Millionär und einer der größten Rohstoff-Spekulanten der Welt - fordert Restriktionen im skrupellosen Spekulationsgeschäft mit dem schwarzen Gold. Doch haben beide durch ihre risikoreichen Transaktionen den Rohstoffpreis wirklich maßgeblich beeinflusst?
Nein, dass steht fest. Die Analysten von Goldman Sachs haben es bewiesen. Der Einfluss der Spekulanten auf den starken Preisanstieg von Erdöl ist nicht so groß, wie allgemein erwartet. Ein Fass der Sorte WTI kostete im Mai 2008 rund 125 Dollar, im Januar 2007 war Öl noch für 55 Dollar zu haben. Zu dem Anstieg um 70 Dollar haben die Spekulanten nur 12,60 Dollar beigetragen. Nicht Sie, aber Ihre Erwartungen von immer weiterer Preissteigerungen machen glaubhaft, dass diese handvoll Risiko bereiter Herrschaften den Ölpreis diktiert. Die Spekulanten bewegen die Preise aber nur in dem Maße, in dem die anderen Marktteilnehmer bereit sind, ihnen zu folgen.
Bei dem drastischen Ölpreis Anstieg handelt es sich um das einfachste Gesetzt des Marktes, nämlich um das Gesetzt von Angebot und Nachfrage. Aufstrebende und bevölkerungsreiche Länder wie China, Indien, Russland oder Brasilien heizen die Nachfrage verbrennen Öl in immer höherem Maße. Und da Öl eine natürliche Ressource ist, und alle Ressourcen knappe Güter sind, kann das Angebot langfristig die Nachfrage nicht decken. Eine Folge davon sind die hohe Preise an den Terminbörsen und die damit verbundenen klare Botschaft: Das Öl geht zu Neige!